Herz in die Hände – TUSH MAGAZINE

Sie kommen, sie sind da, sie werden bleiben. Und was machen wir? Anpacken, die einen, die anderen zucken weg und wittern den Untergang des Abendlands. Einer, der anpackt, ist Andreas Tölke. Warum, schreibt er hier.

Warum tut man sich das an? Über fünfzigmal Betten beziehen, unter anderem für Großfamilien mit acht Leuten. Leute, die man überhaupt nicht kennt, bei sich pennen lassen, zigmal babylonisches Sprachscheitern, zigmal stundenlang in brunzhässlichen Behördenkorridoren auf einen total angenervten Sachbearbeiter warten.

Hunderte Seiten an gruseligem Behördendeutsch über Asylanträge und Leistungsbewilligungen lesen. Das Vokabular um stinklangweilige Wörter wie „BAMF” (Bundesamt für Migration) oder „KÜ” (Kostenübernahme) erweitern. Und nicht mehr bei brüllend lauter Musik und offener Badezimmertür unter der Dusche tanzen. Warum ist man so beknackt, sich nachts mit suizidalen Iranern in der Psychiatrie einzufinden? Ist mein Leben so langweilig, dass ich das Vakuum mit Menschen aus Afghanistan, aus dem Irak, Syrien und Pakistan füllen muss? Ich habe doch alles. Freunde, einen der tollsten (wenn nicht den tollsten) Hunde der Welt, Gucci-Gürtel, Jimmy Choos, eine Designerbutze mit Arne-Jacobsen- und Noguchi-Mobiliar. Ich habe den geilsten Job der Welt, sitze mit Jean-Paul Gaultier auf dem Sofa und kann ihn über Prostataprobleme ausquetschen, steige in Fünf-Sterne-Hotels ab und komme in Regionen, die manche nicht mal auf der Karte finden …

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Killing an Arab - H.O.M.E
"Meine Wahrheit der syrischen Flüchtlingssituation in der Türkei."

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