Das machen, was wir am besten können.

Es fing zunächst ganz harmlos an: Mit der Unterbringung von Geflüchteten als Gäste in den Wohnungen der Vereinsmitglieder. Am Ende waren es über 500 Menschen, die mal länger, mal kürzer bei uns wohnten. Und die alle so weitervermittelt wurden, dass ihnen Obdachlosigkeit (was in Berlin der Fall gewesen wäre) oder Camps erspart blieben.

Unsere Stärke liegt im Multiplizieren und Vernetzen. Konkret:

  • im Zusammenbringen verschiedener Gruppen (Privatpersonen, Initiativen, Unternehmen und Medien),
  • im Initiieren von Zusammenarbeit an konkreten Themen und Projekten sowie
  • in der Entwicklung von Instrumenten und praktischen Werkzeugen für die Arbeit in der Flüchtlingshilfe

Mittlerweile ist über die Zeit daraus eine ernsthafte Organisation erwachsen:

  • mit einem Büro, einem hauptamtlichen Mitarbeiter und einer Praktikantin in Berlin,
  • mit 16 Freiwilligen, die uns kontinuierlich unterstützen,

Warum es funktioniert? Weil wir selbst mit anpacken.

In der Be- an-Angel-Direkthilfe packen wir seit 2015 selbst mit an und helfen ganz pragmatisch geflüchteten Menschen. So wissen wir unmittelbar, wie es da draußen zugeht, wo es klemmt und welche Unterstützung wirklich etwas bringt. Eben aus Erfahrung. Nicht vom Hörensagen.

 

 

Unsere bisherige Bilanz:

  • Über 2.500 Menschen haben wir bisher durch den Behördendschungel begleitet (von der Registrierung über das Asylverfahren bis zur Jobvermittlung).
  • Über 800 Menschen bei Eilanträgen am Sozialgericht unterstützt, damit sie ihre zustehenden Leistungen erhalten.
  • Rund 260 Geflüchtete haben wir zu den Anhörungen beim Bundesamt für Migration begleitet.
  • In Berlin waren wir bei 20 Wohnungen 2015/16Hauptmieter.
  • Bundesweit haben wir über 67  Wohnungen oder Zimmer organisiert.
  • 45 Menschen konnten wir Jobs in der IT-Branche vermitteln,
  • sowie mit dem Dachverband der Gastronomie, Dehoga, Berlin, um Geflüchteten weitere Jobs zu vermitteln.
  • Wir kooperieren bundesweit und in Berlin mit Initiativen und Organisationen.
  • Wir waren 2015/16/17 offizieller Charity-Partner der Staatsoper unter den Linden.
  • Mit einem Hilfskonvoi für Belgrad haben wir 2017 Essen und Kleidung nach Belgrad geschafft, wo bis zu 1.500 Menschen ohne Unterstützung elendig vegitierten.

unsere “dicksten Brocken” aktuell:

  • Jobvermittlung – Menschen mit Arbeit sind ein produktiver Teil unsere Gesellschaft
  • Ausbildung – ob sie bleiben, ob sie später in ihre Heimat zurückgehen: eine gute Ausbildung ist die nachhaltigste Investition in einen Menschen.
  • Wohnraumvermittlung – Menschen in eigenen Wohnungen sind zuhause.
  • Asylanträge – die Rechtssituation verändert sich beinah täglich. Kaum einer, der einen Ayslantrag stellt, blickt durch. Wir helfen weiter.
  • In Kooperation mit dem Jugendamt Berlin/Mitte und Leuchtturm e.V. wollen wir unbegleitete geflüchtete Minderjährige in Patenfamilien vermitteln.
  • In Belgrad intiieren wir einen Schutzraum für unbegleitete Minderjährige (nach Schätzungen liegt deren Anteil unter den Flüchtlingen bei ca. 40%)
  • Wir versuchen ein Programm für sichere Fluchtwege für Minderjährige, die in Europa gestrandet sind, zu entwickeln und mobilisieren Entscheidungsträger.

Und Unser Netzwerk:


Die ungeschlagene Nummer Eins der liebevollen, wachen, von-Anfang-an Partner:innen:
Moabit hilft
Und unbedingt zu nennen:

  • Tony – Die Agentur – Lavinia Reinke & Kathrin Ast
  • Die Schneiderei – Regine Schneider und Ewa Tuszynski
  • Artist Network – Ute Zahn und Gamze Wirth
  • St. Bonifatuis Gemeinde
  • Bildungsmarkt Arrivo
  • Stiftung Pfefferberg
  • Stiftung Sparkasse – Carsten Otto
  • Xenion
  • KuB
  • Diakonie Cottbus
  • Dehoga Berlin
  • IHK Berlin

 

Wir freuen uns, wenn auch Sie etwas beisteuern wollen: Als Mensch, der sich gerne engagieren möchte, als Initiative mit guten Ideen, die als Best Practice für Andere dienen, als Unternehmen, das Hilfestellung leisten will, oder als Medienvertreter, der dafür sorgt, dass Gutes auch gut da draußen kommuniziert wird.

Lasst uns reden, dann machen! Herzlichst,

Andreas Tölke
(Vorstand Be an Angel e.V.)

IMG_20201117_0002

Ulrike Lessig

(Vorstand Be an Angel e.V.)

6869813e-ec6f-4f1b-b42f-569db607bc4d

Die "Guidelines" unserer Arbeit

  • Umgang auf Augenhöhe: Die Menschen, die hier ankommen, hatten ein Leben vorher. Waren mal mehr, mal weniger erfolgreich. Es sind Erwachsene in einer Notsituation, keine possierlichen Accessoires zum Ausleben eines Helfersyndroms.
  • Wir unterstützen – wir übernehmen keine Entscheidungen. Unser Ideal: Wohnung, Job, Ausbildung oder Schule. Und danach weiter. Dann auch gerne ohne uns.
  • Mitmachen! Deutschkurse sind ein MUST.
  • Akzeptanz unserer Gesetze und Werte sind ein MUST (Männer und Frauen: Keine Unterschiede. Sexuelle Orientierung: Es ist wie es ist – und in jedem Fall in Ordnung. Religion: Privatangelegenheit.) Ideologien oder Dogmen: Nicht mit uns.
  • Unsere Freiheit ist eure Freiheit.
  • Jeder hat ein Recht auf menschenwürdige Behandlung und Respekt. Und wenn die Zeit reicht: außerdem ein Recht auf ein gemeinsames Abendessen mit guter Laune.

Wir hören nicht auf

Unser Engagement geht weitergehen. Unsere Arbeit wird vielschichtiger. Hier vielleicht einen Ausblick und auch sowas wie: was wir uns wünschen würden. Weiteren Büroraum, besseres Equipment, mehr Fest Angestellte……von Grasroot zu Profi.

Warum wir das machen? Ganz pragmatisch: Wir haben keine Lust auf eine Parallelgesellschaft. Wir haben keine Lust, Steuern zu zahlen für Menschen, die arbeiten wollen und können. Wir haben Lust auf die Bereicherung, die jeder Einzelne, der hier ankommt und sich integriert, zu bieten hat. Und ja, wir haben Lust auf leckeres Essen.

Unsere Haltung zur aktuellen Flüchtlingskrise in Europa

No. 1

Menschen, die nach Deutschland flüchten, weil sie in Ihrem Heimatland verfolgt werden oder dort aufgrund von Krieg, irreversiblen Umweltkatastrophen und bitterer Armut Gefahr für Leib und Leben besteht, gehört geholfen. Immer und unmittelbar. Wir halten unbürokratische Hilfe von Mensch zu Mensch für selbstverständlich. Uns geht es gut, wir können teilen.

No. 2

Menschen, die ihr Heimatland aus wirtschaftlichen Gründen verlassen, sollten entsprechend definierter Quoten und nach Einzelfallprüfung die Möglichkeit haben, in Deutschland einzuwandern. Es ist wichtig, ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Konzept zu schaffen, damit Integration – im Sinne von Zusammenleben – gelingt. Deutschland benötigt deshalb ein Einwanderungsgesetz nach klaren und einfachen Regeln.

No. 3

Auf die aktuelle Krisensituation ist Deutschland bzw. Europa offensichtlich nicht wirklich gut vorbereitet. Deshalb ist der Ausnahmezustand, den wir tagtäglich erleben die Konsequenz. Im „Normalbetrieb“ von Regierung, Ämtern und Hilfsorganisationen ist dieser Ausnahmezustand nicht aufzulösen. Deshalb müssen sich Bürger, Institutionen und Unternehmen engagieren und unterstützen, damit nicht noch mehr Chaos entsteht – zum Vorteil aller Beteiligten. Wenn Viele ein bisschen tun, wird Einiges bewegt. Und dazu noch schneller.

No. 4

Durch die unmittelbare, persönliche Nähe zu den Flüchtlingen können wir die kulturellen und religiös bedingten Unterschiede innerhalb der Flüchtlingsgruppen und vor allem im Kontext unseres eignen Kulturkreises täglich erleben. Ohne Frage, es wird keine leichte Aufgabe, eine Gesellschaft des gegenseitigen Respektes und des gemeinschaftlichen Miteinanders zu schaffen. Allerdings gibt es keine Alternative dazu, als es mit hochgekrempelten Ärmeln zu versuchen. Deutschland ist ein Einwanderungsland und profitiert von Imigranten – trotz aller Probleme und Unzulänglichkeiten.
Offenheit und Gastfreundschaft der einheimischen Bevölkerung auf der einen Seite muss auf Seiten der Flüchtlinge auf den Willen zur Integration und die Bereitschaft treffen, die kulturellen Gepflogenheiten und die Identität des Gastlandes zu akzeptieren und mitzutragen. Nur so lassen sich Vorbehalte abbauen und funktionierende Nachbarschaft schaffen. Nur so.

Hier stehen wir. Wo stehen Sie?
Gründer und Unterstützer von Be an Angel